Studieren ja – aber was? Die Frage aller Fragen nach dem Abitur

Viele stellen sich die Frage, welches Studienfach denn ausgewählt werden soll. Denn schließlich ist das Studienangebot gewaltig. International gehen quasi jedes Jahr neue Studiengänge an den Start und damit heißt es, „Holzauge sei wachsam“, wenn es darum geht, den Studiengang zu finden, der zu einem passt bzw. der einem zusagt.

Welcher Studiengang passt?

Vor allem die eigenen Interessen und Stärken sollten an erster Stelle stehen, noch vor den Gehalts-, Job- oder Berufsperspektiven. So quält sich sicherlich der geborene Koch, der über eine Matheschwäche verfügt, mit dem Studiengang Mechanical & Medical Engineering
herum, selbst wenn die Karriereaussichten in bekannten Unternehmen hervorragend sind. Andersherum bringt es nichts, wenn derjenige, der sich für Smart_Systems
interessiert, einen Studiengang rund um Finanzen wählt, nur weil die Finanzbranche besonders hipp klingt.

Das bedeutet: Jeder sollte nur das studieren, was ihm / ihr Spaß macht und wofuer das Gespür und Talent vorhanden ist. Nur so ist es am Ende möglich, einen Job zu finden, der zu einem selbst passt. Wer absolut noch keine Idee hat, in welche Richtung seine Karriere gehen soll, dem hilft sicherlich ein Karrierecheck weiter.

Hilfreich dafuer kann es sein, das Umfeld mit einzubeziehen und sich ein Feedback von außerhalb zu verschaffen. Wie ist es um die Einschätzungen der engsten Verwandten und Freunde bestellt? Was studieren andere und welche Studiengänge sind besonders beliebt?

Die beliebtesten Studiengänge – es gibt einen Trend

Eine Statistik zeigt auf, dass die am stärksten besetzten Studienfächer im Wintersemester 2020/21 „Betriebswirtschaftslehre“ und „Informatik“ waren. Rechtswissenschaften und Medizin (Allgemein Medizin) lagen auf dem dritten und vierten Platz. Mit 66.255 Studierenden sind die Studiengänge Elektrotechnik/Elektronik und Erziehungswissenschaften (61.853) Studierende weiter hinten in der Statistik zu finden. Zum Vergleich: 243.000 Studenten waren im Studiengang Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben.

Auch in 2022 zeigt sich kaum eine Änderung. So sind BWL, Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik
und Wirtschaftsingenieurwissen die fuenf beliebtesten Studiengänge unter den Männern. Bei den Frauen hingegen sind es BWL, Psychologie, Rechtswissenschaften, Allgemein Medizin und Germanistik.

Dies klingt wie ein Klischee, aber bleibt Realität: Technik ist die Nummer eins bei den Männern in der Studienwahl. Lediglich BWL ist und bleibt ein unangefochtener Spitzenreiter auf beiden Seiten. Die Gründe dafuer sind klar: Die Jobchancen sind hervorragend und die Gehälter sind solide.

Studiengänge mit Zukunft – die Gastronomie ist mit dabei

Das Studienangebot wächst jedes Jahr und vieles davon weist einen Zukunftscharakter auf. Digitalisierung, Bevölkerungswachsum oder Umweltschutz – die Themenschwerpunkte sind sowohl im Bachelor als auch im Master vielfältig. Die IT-Studiengänge sind nach wie vorn im Gegensatz zu Kunstgeschichte oder Literaturwissenschaften.

Die Akademiker sind in der Hotel- und Gastronomieszene noch relativ selten, aber gern gesehen, vollem wenn es um Management und Führungspositionen geht. Damit stehen die Chancen gut, nach dem Studium einen passenden Job zu finden.

G-wie-Gastro: Studiengänge in der Gastronomie

Wer den Top 5 nichts abgewinnen kann, aber sich für die Gastronomie interessiert, der kann sich für ein Gastronomie-Studium einschreiben, wie ein Hotel- oder Restaurantmanagement. Während eines solchen Studiums werden Fachkenntnisse im gastronomischen Bereich sowie Management und BWL vermittelt. Zudem können dazu auch Module wie Catering, Controlling, Personalmanagement, Systemgastronomie, Einkauf und Marketing zählen.

Die Förderung sozialer Kompetenzen ist ein anderer wichtiger Bestandteil des Studiums, was im direkten Kontakt mit den Gästen unabdingbar ist. In den meisten Fällen wird Englisch als Fremdsprache vorausgesetzt und häufig durch eine weitere Sprache ergänzt. Denn schließlich muss als Gastronom mit Gästen aus anderen Ländern problemlos kommuniziert werden.

Oft gibt es den Studienlehrgang Gastronomie in Kombination mit Hotelmanagement oder BWL. In diesem Bereich wird in einigen Hochschulen das duale Studium angestrebt, da es sich bei der Gastronomie um ein praxisnahes Fach handelt. Somit ist es leichter, Theorie und Praxis leicht und sinnvoll zu verbinden. Abgeschlossen wird das Studium mit dem Titel Bachelor of Arts.

Zudem gibt es ähnliche Studiengänge wie bspw. International Food Business and Consumer Studies, Lebensmittelwirtschaft oder Food, Beverage and Culinary Management. Der Fokus liegt je nach Ausrichtung auf anderen Themen, wobei der Abschluss ebenso variieren kann.

Welches Studium ist nun das Richtige?

Bevor die Auswahl über den Studiengang erfolgt, sollte sich jeder über seine Motivation, Interessen und Fähigkeiten klar werden. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass letztendlich das studiert wird, was am besten zu einem passt.

Hilfreich kann eine Studienberatung sein und über eine solche verfügt fast jede Hochschule. Die zentrale Studienberatung ist oftmals auf das jeweilige Studienangebot der Hochschule ausgerichtet, aber es gibt zudem Hochschulen, die im Rahmen ihres Beratungsangebotes hochschulübergreifende Informationen und Beratung anbieten. Vor allem dann, wenn es um konkrete Fragen zu einem bestimmten Studienfach geht, sollte die Studienfachberatung in Anspruch genommen werden.

Des Weiteren gibt es die Studienberatung der Bundesagentur für Arbeit. Die Berufsinformationszentren (BiZ) bieten umfangreiches Informationsmaterial unter anderem zu Studiengängen an den deutschen Hochschulen. Wenn die Beratungen geöffnet haben, das kann direkt bei der BIZ vor Ort erfragt werden. Eine Anmeldung ist nur dann notwendig, wenn ein persönliches Beratungsgespräch gewünscht wird. Hinzu kommen die Hochschulteams von der Bundesagentur, die an allen größeren Hochschulstandorten vorhanden sind, um bei der Studienwahl Unterstützung zu bieten.

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